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Unterwegs mit Interflug   Unterwegs mit Interflug
05.10.2011
von Ralph Gräf


Beschreibung: ...ob die Interflug wirklich so viel Fußraum hatte...?

http://traveller.finegallery.net

http://graef-fotografie.de


Markus Linnemann schrieb am 05.10.2011  
Lieber Ralph,

Du weißt, dass ich an Deinem Können, Deiner Phantasie und Deinen Möglichkeiten in Hinblick auf die Photographie keinen Zweifel habe aufkommen lassen, wie oft in meinen Kommentaren unter Deinen Photos dokumentiert.

Deine Serie, die ich einmal mit "Schirm, Charme und Melone" umschreiben will, hat uns eine Menge origineller, ja sogar witziger Bilder geliefert, denen Du seit geraumer Zeit mit oder ohne Uta ganz unterschiedliche und phantasievolle Facetten abgewinnen konntest. Und da sie von Anfang an als Serie angelegt war, konnte und durfte es bei wenigen Bildern nicht bleiben. Auch ist es gut, wenn sich ein Photograph
einmal konsequent einem Thema verschreibt und "länger dranbleibt".

Für meinen Geschmack ist aber jetzt der Zeitpunkt gekommen, dem Ganzen ein Ende zu setzen, da sonst aus meiner Sicht die Gefahr besteht, dass sich die Idee totläuft und dadurch diskreditiert. Ich denke Du hast "mehr drauf" und ich sehne mich nach "Gräfs", die sich den klassischen Themen "Architektur", "Landschaft" sowie "Marodes/Skuriles" wieder zuwenden. Insofern wären die beiden Interflug-Bilder ein passender Abschluß für eine umfassende Serie wie diese: Der Mann mit der Melone schwebt von hinnen...

Gruß aus Baden

Markus


Guido Stoll schrieb am 05.10.2011  
Hallo Ralph,

eigentlich sind Markus Worte nichts mehr hinzuzufügen.

Dennoch vielleicht etwas zu diesem Foto:
Es ist zum einen faszinierend, dass man überhaupt zu so einem Foto gelangen kann, mit dieser ungewöhnlichen Location.Ungewöhnlich deshalb, weil man kaum Gelegenheit bekommt, alleine im Flugzeug sitzend, Bilder von sich zu machen:-)
Zum anderen erzählt es doch von einem ungewissen und zugleich spannenden Aufbruch in eine neue, phantasievoll-erzählerische Welt.
Alles Gute für diese Reise...

LG Guido


Ralph Gräf schrieb am 05.10.2011  
Danke Euch. Klar muß man aufpassen, daß eine Serienidee sich nicht totläuft. Wenn ich Bilder auf die Clubseite hochlade frage ich mich immer womit ich identifiziert werden will und ob ich genau mit diesem Bild identifiziert werden will. Die Bilder der beiden Serien "Unterwegs" und "Auf Reisen" waren meine bisher erfolgreichsten Bilder, die auch ohne bewußte Vorbilder entstanden sind. Daher sehe ich sie mehr als einige andere Arbeiten von mir als Ausdruck meiner eigenen Kreativität und meiner Suche nach einem eigenen Stil. Aber klar, man soll eine Serie beenden, bevor man beginnt Zweitklassiges zu zeigen. Ich hoffe, daß das mit den beiden letzten Bildern der Serie (Interflug), die ich für die letzte Ausstellung in der Galerie Baake gemacht habe, noch nicht der Fall ist. Solange die Ausstellung der Bilder noch läuft, sehe ich einen Sinn noch nicht auf der Clubseite befindliche Bilder der Serie hier zu zeigen, auch um die Ausstellung zu bewerben. Weitere Mann-mit-Hut-Bilder sind zunächst nicht geplant, es wird aber vielleicht noch welche geben, wenn ich eine zündende Motividee habe. Meine jüngeren Bilder zeigen überwiegend andere Motive, z.B. auch Architektur oder Stadtleben. Ich zeige sie v.a. hier http://graef-fotografie.portfolio.artlimited.net/?tabid=10

Nebenbei: keiner würde von einem Maler erwarten, daß er/sie nach anderthalb Jahren den Motivbereich wechselt. Ich habe das Gefühl, daß gegenüber Fotografen, vielleicht mit Ausnahme von Tierfotografen, eine größere Erwartungshaltung des Publikums nach Neuem herrscht, wobei ich mich da selber gar nicht ausnehme. Vielleicht liegt es daran, daß ein Foto zu schnell entsteht oder zuviele pro Zeit gezeigt werden. Da kann man lange darüber philosophieren...
In diesem Sinne schöne Grüße, Ralph


Markus Linnemann schrieb am 06.10.2011  
Lieber Ralph,

vielen Dank für Deine ausführliche und erläuternde Antwort.

Gruß

Markus


Sandra Bartocha schrieb am 10.10.2011  
Ich finde das Ralph recht hat. Der Druck von außen, sich ständig neu zu erfinden, wird höher und höher, je mehr Bilder wir täglich konsumieren.
Ich denke Ralphs Bandbreite ist durchaus vielfältig ...
Und wenn man bedenkt, wir lange wie auch im Fotoclub auf so hohem Niveau fotografieren - dann muss man sich fragen, was ist mit den nächsten 20 Jahren? Wie oft sollen/können wir uns neu erfinden?
Letzlich sollte doch jedem Fotografen/Künstler zugestanden werden, sich mit einem Thema so lange zu beschäftigen, wie es die eigene Muße verlangt. :))
Gruss, Sandra


Ralph Gräf schrieb am 11.10.2011  
Danke Sandra, du bringst es mal wieder auf den Punkt :-)